Idee 1: Erarbeitung von Maßnahmen für die effiziente Durchsetzung bestehender Parkregelungen

Als Beispiel hier ein Foto von einer typischen Situation an der Ecke Behringstraße/Nigglstraße:

Zu  solchen Situationen gab es  z.B. in den Bürgersprechstunden schon Diskussionen. Die Problemlage aus unserer Sicht:

  • Situation ist gefährlich, da man die von rechts kommenden Rad- und Autofahrer nicht sieht und diese umgekehrt auch einfach „durchrauschen“, da sie zu Recht Vorfahrt reklamieren. Der von vorne kommende Rad- oder Autofahrer sieht sie aber nicht.
  • Schilder bringen nichts(?), da eigentlich jeder weiß, dass man so nicht parken darf.
  • Polizei sieht das als Lappalie und kommt nicht.
  • Kommunale Verkehrsüberwachung ist völlig überlastet und kommt auch nicht.
  • Andere Lösungen scheiden aus, weil man die „Hoheitsrechte“ nicht an kommerzielle Anbieter abgeben will.
  • Was bleibt also? Dass man das einfach so belässt, finden wir keine Lösung.
  • Eine Möglichkeit könnte sein, dass man den Bürgern eine Anzeige erheblich erleichtert (z.B. über eine zu schaffende App der Polizeidienststelle, auch hier Stichwort „Open Government“. Ein positives Beispiel ist offenbar Linz).

Obiges Problem ist beispielhaft und gilt völlig analog für diverse Stellen (Fahren über den Gehweg auf der Eversbuschstraße im Schulwegbereich etc.).

Wir können mit unseren jeweiligen Beobachtungen keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben, deshalb die folgende

Idee 2: Systematische Erhebung der von Bürgern wahrgenommenen Gefahrenstellen im Stadtbezirk und Lösungsvorschläge

Das könnte z.B. durch ein einseitiges DIN A4-Formular geschehen, das man in Geschäften auslegt und im Internet veröffentlicht (Website BA oder gerne auch unsere Vereinswebsite). Auf diese „Umfrage“ könnte z.B. auch in den Lokalzeitungen aufmerksam gemacht werden. Ergebnis wäre ein „Kompendium“, analog dem Gefahren-Atlas der SZ, aber detaillierter für den Stadtbezirk.

Analyse  der bestehenden Rad- bzw. „Pseudo-Radwege“ – Kartierung und Feststellen wo diese abbrechen  – Beipiele: Franz-Nißl-Str., Höcherstr., Paul-Ehrlich-Weg…

Idee 3: Schnellstmögliche Änderung der Gefahrensituation an der Ecke Eversbuschstraße/Ludwigsfelder Straße

Zugegeben: Das Thema Bebauungsplan; Klagen durch die Stadt etc. ist bekannt; es sollte u.E. als Forderung weiter erhoben werden. Es scheint auch eine „Unwucht“ vorzuliegen, wenn Eigentumsrechte, wie es scheint, deutlich stärker zählen als Verkehrssicherheit. Natürlich darf hier auf keinen Fall Stimmung gegen einzelne Eigner gemacht werden und die Frage eines angemessenen Preises ist sicherlich sehr wichtig. Es sollte aber seitens der Stadt (oder eher der Gerichte) dargestellt werden, wieso ganz allgemein die rechtliche „Güterabwägung“ in einem solchen Fall auch bei sehr hohen von der Stadt gezahlten Preisen immer zu Gunsten von Grundstückseigentümern ausfällt und welche Gesetzesänderungen zumindest theoretisch notwendig wären um das zu ändern.

Idee 4: Einrichtung von Querungsmöglichkeiten der Eversbuschstraße auf Höhe der Esmarchstraße und der St. Johann-Straße

Kinder, die in Höhe der St. Johann-Straße wohnen, sind an der Grenze des Schulsprengels. Ein gemeinsames Schulweggehen mit Mitschülern wäre je nach Klassensituation nur bei anfänglicher Überquerung der Eversbuschsstraße möglich und scheidet daher aus. An dieser Stelle ist auch eine Hausarztpraxis, die von vielen älteren Bürgern genutzt wird und die zumindest auf dem Weg zur Apotheke die Straße ohne Ampel überqueren müssen. Außerdem befindet sich in der St. Johann-Str. das FAM (Mutter-Kind-Zentrum) in der Epiphaniaskirche und daher queren an dieser Stelle viele Mütter mit u. a. kleinen Kindern auf dem Laufrad die Eversbuschstraße.

Idee 5: Berücksichtigung der Fahrradsicherheit rund ums „Evers“

Die Situation in der Vesaliusstraße, Franz-Nißl-Str., Radweg Reißmüllerstr. etc. sind durch hohen Verkehr und die Parksituation bedingt für Radfahrer kritisch. Prüfung der Kennzeichung von Fahrstreifen oder ähnlicher Maßnahmen.

Entschärfung der Ausfahrten bei den Discountern und Planung von Radwegen von westlich der Würm zum Evers.

Genügend Radelplätze bei den Discountern, am Wochenende ist da teils wenig Platz. Zudem sind die so eng aufeinander gepfercht, dass das Einladen in 2 Packtaschen schwierig ist.

Idee 6: Ein kollektives Liefersystem für Anwohner im Stadtbezirk zur Reduktion von Auto-Ministrecken bei Besorgungsfahrten.

Das könnte z.B. beinhalten:

  • einen „Lieferservice“ für Einkäufe von lokalen Geschäften
  • einen Pool an Lasten-Leihrädern, der nur im Stadtbezirk nutzbar ist (dadurch auch wirtschaftlich darstellbar, weil Rückgabe in begrenztem Gebiet). Als „Basisstation“ hierfür kommen aus unserer Sicht z.B. die neuen „Großbauten“ in Frage (Oertelplatz oder „Hirmerei“).
  • Vorfahrtsregelungen für solche Transportmittel

Idee 7: Ein koordiniertes und effizientes Leihrädersystem für den Stadtbezirk.

Momentan beschweren sich ja schon viele über „zu viele“ Leihräder. Gut wäre eine Koordination der mittlerweile 4 Anbieter, mit denen sich dann vielleicht auch von BA-Seite verhandeln lässt? (im Gegenzug könnten die Anbieter Zuschüsse und gesonderte Abstellplätze erhalten). Ziel wäre, dass ausreichend viele Räder auch in der „Breite“ im Stadtbezirk verfügbar sind.

Idee 8: Analog Idee 7, nur für Carsharing.

Idee 9: Eine „Mitfahrbörse“ für Pendler, die nicht mit ÖPNV vom Stadtbezirk zur Arbeit fahren.

Wenn das gut organisiert ist, ließen sich vielleicht auch so einige Fahrten reduzieren.

Idee 10: LKW-Durchfahrtsverbot in der Eversbuschstraße

Hierzu hatten wir ja einen Antrag auf der Bürgerversammlung 2017 gestellt, der aber von der BV nicht angenommen wurde. Antrag und Begründung finden sich auf unserer Website.

Idee 11: Erhebung von Statistiken zu den tatsächlich gefahrenen LKW-Wegen

  • „Was ist notwendiger Durchgangsverkehr, was nicht?“
  • „Welche LKWs fahren wann woher wohin?“, etc.

Das mag etwas theoretisch klingen, aber es gibt mittlerweile etliche kommerzielle Anbieter von Satellitendaten. Das wäre vielleicht ein interessantes Projekt für Schulen im Stadtbezirk (Oberstufe, Informatik), das der BA anregen/fördern könnte, um auch junge Menschen für Politik zu interessieren (Stichwort „Open Government“).

Folgende Szene ist ganz eindeutig kein notwendiger Durchgangsverkehr. Aufgenommen am 12.9.2017 gegen 9:00 morgens an der Ecke Behringstraße(!)/Nigglstraße: