{"id":403,"date":"2020-02-03T21:23:45","date_gmt":"2020-02-03T20:23:45","guid":{"rendered":"http:\/\/igvau.de\/?p=403"},"modified":"2020-02-03T21:27:24","modified_gmt":"2020-02-03T20:27:24","slug":"uni-mainz-verkehrslaerm-in-der-nacht-schaedigt-herz-mehr-als-am-tag","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/igvau.de\/?p=403","title":{"rendered":"Verkehrsl\u00e4rm in der Nacht sch\u00e4digt Herz mehr als am Tag"},"content":{"rendered":"\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Internationale Studie belegt: Gest\u00f6rte Nachtruhe ist Risikofaktor f\u00fcr <em>Herz-Kreislauf-Erkrankungen<\/em> (Uni Mainz)<\/h5>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/idw-online.de\/en\/news730488\">https:\/\/idw-online.de\/en\/news730488<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Verkehrsl\u00e4rm  macht krank. Insbesondere f\u00fcr die Entwicklung von  Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist er ein Risikofaktor. Eine neue  internationale \u00dcbersichtsstudie unter der Federf\u00fchrung des Zentrums f\u00fcr  Kardiologie der Universit\u00e4tsmedizin Mainz zeigt nun auf, dass  insbesondere eine gest\u00f6rte Nachtruhe das Risiko erh\u00f6ht, dass sich eine  Herz-Kreislauf-Erkrankung entwickelt. Wesentliche Einflussfaktoren in  diesem Prozess sind die Bildung von freien Radikalen (oxidativer Stress)  und Entz\u00fcndungsreaktionen in Gehirn, Herz und Gef\u00e4\u00dfen. Die neuen  Erkenntnisse sind in der aktuellen Ausgabe der renommierten  Fachzeitschrift \u201eAnnual Review of Public Health\u201c ver\u00f6ffentlicht.<br><br>Nachtl\u00e4rm  f\u00fchrt zu einer St\u00f6rung der inneren Uhr, der sogenannten zirkadianen  Rhythmik. Doch diese stellt ein wichtiges Regulationssystem unseres  K\u00f6rpers dar, denn sie steuert abh\u00e4ngig von der Tageszeit einen Gro\u00dfteil  der funktionellen, metabolischen und biologischen Parameter unseres  Organismus. Wie der K\u00f6rper also beispielsweise die K\u00f6rpertemperatur, den  Blutdruck, die Ged\u00e4chtnisleistung oder auch den Appetit, den  Energiehaushalt oder die zahlreichen Hormone und das Immunsystem regelt,  h\u00e4ngt davon ab, ob es Tag oder Nacht ist.<br><br>Wissenschaftler des  Zentrums f\u00fcr Kardiologie der Universit\u00e4tsmedizin Mainz, des  Krebsinstituts D\u00e4nemark sowie des Schweizerischen Tropen- und Public  Health-Instituts haben detaillierter untersucht, welche Folgen Nachtl\u00e4rm  auf das Herz-Kreislauf-System sowie Stoffwechselerkrankungen wie  Diabetes hat. Zu diesem Zweck analysierten sie eine Vielzahl von  aktuellen Forschungsergebnissen inklusive der Mainzer  L\u00e4rmwirkungsstudien und trugen die Ergebnisse in einem \u00dcbersichtsartikel  zusammen.<br><br>Ein zentrales Ergebnis der Studie ist, dass ein durch  Verkehrsl\u00e4rm verursachter zu kurzer oder h\u00e4ufig unterbrochener Schlaf  das Risiko erh\u00f6ht, zuk\u00fcnftig eine Herz-Kreislauf-Erkrankung zu  entwickeln. Wie sich zeigte, erh\u00f6ht insbesondere Nachtl\u00e4rm den  Blutdruck, steigert die Aussch\u00fcttung von Stresshormonen und l\u00e4sst die  Gef\u00e4\u00dfe steifer werden \u2013 allesamt wichtige Einflussfaktoren auf die  Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Wenn bei den Patienten  bereits eine Herzerkrankung festgestellt wurde, sind insbesondere die  durch Nachtflugl\u00e4rm verursachten Gef\u00e4\u00dfsch\u00e4den deutlich ausgepr\u00e4gter.  Ebenfalls medizinisch relevant sind psychische Erkrankungen wie  Depression und Angstst\u00f6rungen, die als Folge der negativen Emotionen  hinsichtlich des Nachtl\u00e4rms auftreten k\u00f6nnen. Gerade wenn die  Betroffenen schon L\u00e4rmerfahrung haben, zeigen die Gef\u00e4\u00dfe vermehrt  gr\u00f6\u00dfere Sch\u00e4den auf. Der K\u00f6rper, und hier insbesondere die Gef\u00e4\u00dfe,  gew\u00f6hnen sich nicht an den L\u00e4rm \u2013 so die Schlussfolgerung der  Wissenschaftler.<br><br>Der Leiter der Studie und Direktor der  Kardiologie I am Zentrum f\u00fcr Kardiologie der Universit\u00e4tsmedizin Mainz,  Univ.-Prof. Dr. Thomas M\u00fcnzel, und sein Teamkollege Univ.-Prof. Dr.  Andreas Daiber sind erfreut \u00fcber den Erfolg des internationalen  Forschungsprojekts: \u201eEs war wichtig, die aktuelle Situation zum Thema  L\u00e4rm und Gesundheit mit internationalen Experten zusammenzufassen und  gleichzeitig die neuen europ\u00e4ischen WHO-Leitlinien zum Thema L\u00e4rm zu  kommentieren. Die L\u00e4rmwirkungsforschung hilft uns mehr und mehr zu  verstehen, wie L\u00e4rm herzkrank macht. Die Ergebnisse klinischer  Untersuchungen mit dem Nachweis einer Assoziation zwischen  Herz-Kreislauf-Erkrankungen und auch psychischen Erkrankungen wie  Depression und Angstst\u00f6rungen werden insbesondere durch die Mainzer  vorklinischen L\u00e4rmstudien untermauert und teilweise auch erkl\u00e4rt. Wir  halten es k\u00fcnftig f\u00fcr wesentlich, dass L\u00e4rm als wichtiger  Herzkreislaufrisikofaktor anerkannt wird und, dass die WHO-Richtlinien  in EU-L\u00e4rmgesetze aufgenommen werden, die daf\u00fcr sorgen, dass die  L\u00e4rmgrenzen f\u00fcr den Tag und f\u00fcr die Nacht eingehalten werden m\u00fcssen.  Perspektivisch sollten die Politik und die jeweiligen Entscheider vor  Ort darauf hinwirken, dass die gesetzlich definierte Nachtzeit von 22.00  bis 06.00 Uhr l\u00e4rmfrei bleibt.\u201c<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Internationale Studie belegt: Gest\u00f6rte Nachtruhe ist Risikofaktor f\u00fcr Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Uni Mainz) Quelle: https:\/\/idw-online.de\/en\/news730488 Verkehrsl\u00e4rm macht krank. 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